Europäische Kommission erkennt ISCC als eines der ersten Systeme zur Zertifizierung von nachhaltiger Biomasse und Bioenergie an

Köln, Brüssel, 20.07.2011

Europäische Kommission erkennt ISCC als eines der ersten Systeme zur Zertifizierung von nachhaltiger Biomasse und Bioenergie an

ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) wurde als eines der ersten Systeme zur Zertifizierung für nachhaltige Biomasse und flüssige Bioenergie (Kraftstoff und Strom) von der Europäischen Kommission in Brüssel anerkannt. Damit ist ISCC weltweit zum Nachweis der Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe zugelassen. Die EU schreibt in einer Richtlinie die Verwendung zertifizierter nachhaltiger Biomasse für Biokraftstoffe und flüssige Biomasse vor.

ISCC ist ein internationales, praxiserprobtes Zertifizierungssystem für Nachhaltigkeit und Treibhausgaseinsparungen, das auf alle Arten von Biomasse und Bioenergie angewendet werden kann. ISCC wurde unter Einbeziehung von mehr als 250 Stakeholdern aus Europa, Amerika und Südostasien sorgfältig entwickelt und in einer Pilotphase getestet. Seit Anfang 2010 läuft ISCC im Regelbetrieb. ISCC wurde im Januar 2010 von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als weltweit erstes System staatlich anerkannt. Das ISCC-System beschreibt Regeln und Verfahren der Zertifizierung, die auf Mindesteinsparungen bei Treibhausgas-Emissionen, nachhaltige Bewirtschaftung der Flächen und den Schutz des natürlichen Lebensraums ausgerichtet sind. ISCC-zertifizierte Biomasse darf nicht in artenreichen Gebieten, auf kohlenstoffreichen Böden oder Torfmooren gewonnen werden. Auch Gebiete mit hohem Naturschutzwert sind ausgeschlossen. Das ISCC-Siegel dokumentiert damit, dass die Biomasse umweltbewusst produziert wurde. Zusätzlich berücksichtigt das System auch soziale Nachhaltigkeit. ISCC trägt dadurch dazu bei, Umwelt- und Sozialstandards in der Produktion auch international zu verankern.

„Wir freuen uns über die Anerkennung der EU-Kommission und hoffen darauf, dass sich neben dem Bioenergiebereich zusätzlich viele Unternehmen im Nahrungs- und Futtermittelbereich sowie im Chemiesektor auf freiwilliger Basis zertifizieren lassen. Denn energetisch genutzte Biomasse kann nur der Anfang sein, um Raubbau an der Natur noch stärker zu unterbinden und Treibhausgas-Emissionen weiter zu senken“, kommentiert Norbert Schmitz, Geschäftsführer ISCC System GmbH.

Die ISCC-Zertifizierung

ISCC (International Sustainability and Carbon Certification) ist ein internationales, staatlich geprüftes und praxiserprobtes Zertifizierungssystem für nachhaltige Biomasse und Bioenergie (Kraftstoff und Strom), das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Januar 2010 und der Europäischen Kommission im Juli 2011 anerkannt wurde. Damit ist ISCC weltweit zum Nachweis der Nachhaltigkeit für Biokraftstoffe und Biostrom zugelassen. Außerdem kann ISCC für Nahrungs- und Futtermittel sowie für Anwendungen in der chemischen Industrie verwendet werden. ISCC hat ein transparentes und praxiserprobtes Verfahren entwickelt, um die nachhaltige Bewirtschaftung von Flächen und den Schutz des natürlichen Lebensraums, Mindesteinsparungen bei Treibhausgas-Emissionen und ökologische und soziale Standards bei der landwirtschaftlichen Produktion zu gewährleisten. Bislang nutzen weltweit rund 700 Unternehmen in 45 Ländern ISCC. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige Auditoren von anerkannten Zertifizierungsstellen. ISCC wurde in einem offenen Prozess mit Verbänden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen entwickelt. Zu den Mitgliedern des ISCC Vereins gehören Unternehmen wie ADM, Cargill, Bunge, BASF, Bayer, Petrobras und Danone, Verbände wie der Bundesverband Bioenergie, European Bioplastics, das Canola Council of Canada, sowie Forschungsinstitutionen und Nichtregierungsorganisationen wie das Institut für Weltwirtschaft und der WWF.

ISCC wird gefördert durch eine Zuwendung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über den Projektträger Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR).

Ansprechpartner für die Presse:
Dr. Norbert Schmitz
Geschäftsführer ISCC System GmbH
Weissenburgstr. 53, 50670 Köln
Tel 0221 972 7232
Email: schmitz(at)iscc-system.org

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