Beginn der ISCC-Zertifizierungen

  • ISCC zertifiziert in Deutschland, der EU und in Drittstaaten agrarische Rohstoffe gemäß der Nachhaltigkeitsverordnungen für Bioenergie (Biokraft-NachV und BioSt-NachV)
  • Zertifizierungen können ab sofort beantragt werden

Berlin, 25. März 2010.

Die Zertifizierung von Biomasse mit dem Zertifizierungssystem ISCC ist angelaufen. Unabhängige Auditoren bearbeiten derzeit die ersten Aufträge aus Deutschland und aus dem Ausland für Zertifizierungen nach dem Zertifizierungssystem ISCC. Dies wurde auf der Vorstandssitzung des ISCC-Vereins am 23. März in Hamburg bekannt. „Damit ist der Anfang zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsverordnungen für Bioenergie gemacht. Wirtschaftsbeteiligte der Kette können jetzt die notwendigen Zertifizierungen in Auftrag geben“, erklärt Dr. Klaus-Dieter Schumacher vom internationalen Handelshaus Toepfer International, der den Vorstandsvorsitz des Vereins übernommen hat. „Allerdings wird die Zeit sehr eng bis zum Scharfschalten der Verordnung zum 1. Juli: Es sind viele Betriebe in kurzer Zeit zu zertifizieren“, fügt Schumacher hinzu.

Bislang wurden sechs unabhängige Zertifizierungsstellen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) anerkannt: DQS, Global-Creative Energy, GUTcert, Peterson Control Union Deutschland, SGS Germany und TÜV Süd Industry Service. Handel und Industrie können sich an diese Stellen für eine Zertifizierung wenden und die Zertifizierung nach einem von der BLE anerkannten Zertifizierungssystem beauftragen. ISCC hat als erstes und derzeit noch einziges Zertifizierungssystem diese Anerkennung zunächst vorläufig für ein Jahr von der BLE erhalten. Mit der Trennung von Zertifizierungssystem und unabhängigen Zertifizierern, die die Auditierungen durchführen, will die BLE die Einhaltung der Vorgaben an eine nachhaltige Herstellung von Biomasse sicherstellen.

ISCC ist auf die Zertifizierung sowohl heimischer, d. h. deutscher Biomasse, als auch Biomasse aus der EU und aus Drittstaaten spezialisiert. Das Zertifizierungssystem hat sich bereits in einer zweijährigen Pilotphase unter Beteiligung der Wirtschaft bewährt und einen effizienten und effektiven Ablauf nachgewiesen. Zu den in Deutschland tätigen Unternehmen, die eine Zertifizierung nach ISCC beauftragen werden, zählen das Handelshaus Toepfer International sowie die Verarbeitungsunternehmen ADM und Cargill. Nach der Anerkennung in Deutschland bereitet ISCC zurzeit auch die Anerkennung durch die Europäische Kommission vor.
ISCC wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. gefördert.

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