ISCC Stakeholder-Prozess

Das ISCC System wurde in einem offenen Stakeholder-Prozess entwickelt, an dem sich Verbänden, Unternehmen, Forschungsinstituten und Nichtregierungsorganisationen beteiligten. Der ISCC Verein wurde als ein Forum für den Stakeholder-Dialog in Berlin im Januar 2010 gegründet und hat heute ca. 70 Mitglieder. Das System wird vom Verein verwaltet und ist offen für die Beiträge der Stakeholder, die so zur künftigen Entwicklung von ISCC beitragen können. Dies geschieht z.B. in den regionalen "Technischen Komitees" oder der jährlichen Genereralversammlung des Vereins.

Die aktuelle Version der ISCC Satzung wurde auf der Generalversammlung 2011 verabschiedet. 

Die ISCC System GmbH ist für die Durchführung des operativen Geschäfts zuständig.

ISCC-Qualitätsmanagement

ISCC verfolgt hochgesteckte Ziele: Einerseits nimmt das System für sich in Anspruch, gewährleisten zu können, dass die als ISCC-Produkte gekennzeichnete Ware tatsächlich auf der Grundlage nachhaltig erzeugter Biomasse produziert wurde. Andererseits ist das System für den Gesetzgeber ein zuverlässiger Partner und bietet ein Instrument an, das die in Europa und in Deutschland vorliegenden rechtlichen Grundlagen für die Einordnung von Biomasse als "nachhaltige Biomasse" in vollem Umfang sicherstellt.

Dies zielt aber natürlich auch besonders in die Richtung der Teilnehmer an ISCC, die sich darauf verlassen, dass die Umsetzung von ISCC gleichzeitig die Erfüllung der für sie relevanten rechtlichen Bedingungen im Hinblick auf die Produktion, Verarbeitung und Nutzung von nachhaltiger Biomasse gewährleistet.

Das ISCC-Qualitätsmanagement ist im ISCC-Systemdokument 103 (jeweils für die Systeme ISCC DE, ISCC EU und ISCC PLUS) dargelegt.

Die wichtigsten Leitsätze des Systems sind:

Verfahren zu Beschwerden, Widerspruch und Schlichtung

Die Berücksichtigung von Beschwerden und Widersprüchen in einem Zertifizierungssystem sind zentraler Bestandteil der kontinuierlichen Verbesserung des Systems und der Anwenderfreundlichkeit. Klare, eindeutige und transparente Regelungen für die Behandlung solcher Eingaben sind die Voraussetzung der unparteilichen und zeitnahen Bearbeitung und Schlichtung.

Diese Regelungen finden Sie im ISCC-Dokument 102 "Governance" unter dem Punkt "Conflict Resolution".

Nationale und Regionale Initiativen

Bei ISCC handelt es sich um ein zentral organisiertes und international ausgerichtetes Zertifizierungssystems. Die Standarddokumente sind als internationale Standards zu verstehen, die in allen Ländern und Regionen Gültigkeit haben, in denen Elemente der Wertschöpfungskette an ISCC teilnehmen wollen.

In begründeten Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, dass ISCC in verschiedenen Ländern oder Regionen mit einem organisatorischen Stützpunkt vertreten ist. Dies kann aus Gründen des Marktzugangs und der administrativen Unterstützung der Zentrale sein, aber auch aufgrund des Erfordernisses der nationalen oder regionalen Spezifikation der internationalen Standards. Hierbei handelt es sich nie um die eigenständige Entwicklung eines nationalen oder regionalen Standards. Es kann nur eine Spezifizierung mit gültigem Bezug auf die internationalen Standards erfolgen.

Die entsprechenden Regelungen finden Sie im ISCC-Systemdokument 102 Nationale und Regionale Initiativen.